Schon König Wickramabahu III wußte die Idylle der in den Mahaweli-Fluß ragenden Halbinsel, die sich inzwischen zu 60 Hektar Garten mit über 4.000 Pflanzenarten entwickelt hat, zu schätzen und hielt dort 1371 Hof. Seither bedienten sich nicht nur andere Könige des Gebietes, sondern auch nach Eroberung im 19. Jahrhundert, die Briten. 1821 eröffnete Alexander Moon den botanischen Garten, der heute als der schönste Asiens gilt.
Nachdem seine Entwicklung vor allem mit Kaffeesträuchern und Zimtbäumen begann, lassen sich in ihm heute alle nur möglichen tropischen Pflanzen u.a. in Gewächshäusern, aber auch Tiere bewundern. So gibt es nicht weniger als 300 Orchideenarten zu sehen und neben zahlreichen Vogelarten auch eine stattliche Flughund-Kolonie. Am besten läßt sich das Gelände mit dem Tuk-Tuk erforschen.
Wer aus dem Baumarkt schon einmal einen Ficus Benjamini mit nach Hause gebracht hat, der wird hier aus dem Staunen nicht herauskommen. Was in Europa als gut zu bändigende Topfpflanze gehandelt wird, kann hier als sage und schreibe 1.600 Quadratmeter große Pflanze bestaunt werden. Sie können unter dieser Birkenfeige gut spazierengehen – es wird allerdings ein Spaziergang durch den Dschungel sein...
Die Royal Botanical Gardens lassen sich täglich von 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr besichtigen. Empfehlenswert ist ein Aufenthalt von mindestens einem halben Tag.